Sport- und Biologieprofil

Sport ist ein handlungs- und kompetenz­orientiertes Unterrichtsfach. Im Profilfach Sport geht es deshalb auch um das eigene Sporttreiben als Erfahrungsraum für die Vielfalt der Bewegungs­möglichkeiten. Im reflektierten Vollzug sollen neue Bewegungen erlebt werden, die die eigene Bewegungskompetenz sukzessiv und sportartenübergreifend steigern. Es werden Sportarten verschiedener Bewegungsfelder ausprobiert und erforscht, hinsichtlich des Gesundheitsaspekts, des Leistungsgedankens, der Einbindung in bestimmte Berufe und ihres Freizeitwerts. Diese Bewegungsfelder sind:

  • Schwimmen, Tauchen und Retten
  • Bewegungs- und Sportspiele
  • Ringen und Raufen
  • Laufen, Springen und Werfen
  • Turnen, Gymnastik, Klettern und Bewegungskünste
  • Gleiten, Fahren und Rollen
  • Tanzen und rhythmisches Bewegen

In einem Sporttheorieseminar können die grundlegenden Fragen der Bewegungslehre, der Trainingslehre, der Sportanatomie und –physiologie, der Sportgeschichte, der Sportpsychologie, der Regelkunde, der Taktik, der Rehabilitation und Gesundheitsförderung, des Leistungssports und anderer gesellschaftlicher Aufgaben oder Arbeitsfelder des Sports problematisiert und erörtert werden. Hierzu sollen auch öffentliche Einrichtungen, die sich mit den genannten Facetten des Sports beschäftigen, erkundet und im Seminar vorgestellt werden. Das Sporttheorieseminar und das Praxisseminar stellen dabei eine möglichst weitgehende Einheit dar, die die jeweils aufgeworfenen Fragestellungen sowohl praktisch wie auch theoretisch versuchen zu beleuchten. In dem Sporttheorieseminar können u.a. folgende Fragen aufgeworfen werden: „Welche biologischen Zusammenhänge und Gegebenheiten sind von grundsätzlicher Bedeutung für sportliches Handeln?“, „Welche Zusammenhänge bestehen zwischen körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit?“, „Wie stimmig ist die Gleichsetzung von Fitness und Gesundheit?“, „Wie viel sportliches Treiben verträgt die Natur? Was ist eigentlich Doping?“.

Zu diesen und vielen anderen Zusammenhängen zwischen Sport und Biologie können im Profilfach Biologie grundlegende Kenntnisse erworben werden. Ziel des Unterrichts ist es, sich Fachkenntnisse zu erarbeiten, naturwissenschaftliche Fachmethoden kennen zu lernen und anzuwenden, um dann in der Lage zu sein, die Vielfalt biologischer und sportlicher Phänomene begreifen, erklären und beurteilen zu können.

Sport ist eine seit Jahrtausenden tradierte Kulturform des Menschen, die sich im steten Wandel der Gesellschaftsformen häufig mit diesen veränderte. In dem Begleitfach Geschichte, im Sporttheorieseminar oder im Seminarfach könnte deshalb erforscht werden, welche gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Faktoren auf die Entwicklung des Sports Einfluss genommen haben, bzw. vice versa, welchen Einfluss der Sport auf die Gesellschaft genommen hat oder haben sollte.

Im Seminarfach werden sowohl methodische als auch fächerübergreifende Fragen erörtert. Diese betreffend thematisch den Umgang mit den Operatoren, die formalen Anforderungen für das Abitur, die Präsentationsprüfung, die sportpraktische Prüfung, den Bezug des Sports zur Berufswelt, den Zusammenhang zwischen dem Fach Sport und den Fächern Geschichte und Biologie (z. B. ökologische und ökothrophologische Fragen zu erörtern) u.a..

Beteiligte Fächer:

Profilfach 1
beinhaltet
Sport
Sporttheorie und – praxis
(4)
Profilfach 2 Biologie (4)
Begleitfach 1 Geschichte (2)
Seminar (2)